Mythos Großglockner 2017

Dies ist ein Gast-Post unserer Praktikantin Selina Uran.

Wieder einmal ging ein spannendes Wochenende für uns, das Zeitnehmungsteam der Fachhochschule Kärnten über die Bühne. Im Zeitraum vom 15. Juli bis 16. Juli 2017 wurde der Mythos Großglockner in Heiligenblut ausgetragen. Dieses Event war jedoch auch eine Herausforderung für uns: Dies war die bisher größte Veranstaltung bei der wir das Timing machen durften. Bei der Bike Challenge, welche am Samstag, den 15. Juli 2017 stattfand, gingen rund 530 Athleten an den Start, beim sonntägigen Berglauf rund 1260.

Bei einer so großen Teilnehmeranzahl gab es natürlich auch dementsprechend viel vorzubereiten. Unsere Praktikanten und auch einige Studenten leisteten dabei schon eine Menge Vorarbeit. Sie klebten die programmierten RFID-Tags (von uns aufgrund ihrer Antennenform Dogbone genannt), über welche die Athleten detektiert werden, auf die Rückseite der jeweiligen Startnummern. Die fertigen Startnummern wurden dann in die dafür vorgesehenen Kartons einsortiert. Damit waren sie insgesamt einen ganzen Tag lang beschäftigt.

Am Freitag vor dem Event machte sich unser sechsköpfiges Team mit zwei vollbeladenen Autos auf den Weg nach Heiligenblut. Als der Großteil unseres Teams nach rund 3 Stunden (inklusive dem von Herrn Wöllik gesponserten Mittagessen) dort ankam, wurde schnell im Hotel eingecheckt und danach sofort die Strecke besichtigt. Natürlich wurde auch schon einiges für die am nächsten Tag stattfindende Bike Challenge aufgebaut.

Bike Challenge Speaker

Bei den eisigen Temperaturen starteten wir aber zuerst doch noch mit einem heißen Getränk. Nach getaner Arbeit war es nun Zeit für das sogenannte ‚Abendprogramm‘. Dies bestand aus einer gekonnt abgestimmten Mischung aus nervösen Last-Minute-Vorbereitungsarbeiten und der Einnahme des einen oder anderen Getränkes zur Wiederherstellung der Arbeitsmoral.Familie Zeitnehmer

Am nächsten Tag durften wir unseren Schönheitsschlaf länger vollziehen als gedacht, denn aufgrund der niedrigen Temperaturen fand der Start der Bike Challenge erst um 8 Uhr statt um 7 Uhr statt. Trotzdem hieß es für uns schon um 5 Uhr AUFSTEHEN! Als ein Teil unseres Teams mehr oder weniger ausgeschlafen auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ankam wurde mit Unterstützung der anderen Helfer die Zieluhr am Zielbogen befestigt und das restliche Equipment aufgebaut.

Der andere Teil des Teams war in Heiligenblut für den Aufbau und die Inbetriebnahme des Starts zuständig.Startbereich bei der Bike Challenge

Nach rund zwei Stunden waren alle Athleten im Ziel und somit heiß es für uns abbauen. Da wir nun zu sechst waren und auch noch tatkräftige Unterstützung von unseren Zeitnehmungskollegen Anna Hiden und Mirco Büsch hatten war dies schnell erledigt. Nach dem Mittagessen im Hotel liefen die Vorbereitungen für den Kinderlauf auch schon auf Hochtouren. Dort gab es wiederum Unterteilungen nach Altersklassen und insgesamt gingen zirka 170 Kinder und Jugendliche an den Start. Da beim Kinderlauf nicht so viel Equipment benötigt wurde, waren auch hier die Abbauarbeiten schnell erledigt und wir konnten uns schon auf den morgigen Tag und somit auch die ‚Hauptattraktion‘ vorbereiten.

Das Ziel des Großglockner Berglaufes besteht darin, die knapp 13 Kilometer auf 1494 Höhenmeter als Erster zu bezwingen. Für das Zeitnehmungsteam startete der zweite Tag gleich wie der Erste: mit leeren Magen zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe und dort alles Nötige aufbauen. Der schnellste Läufer namens Ndungu Geoffrey Gikuni brauchte rund eine Stunde und 13 Minuten von Heiligenblut bis zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe. Nach etwas mehr als 4 Stunden waren die letzten Bergläufer im Ziel und wir konnten unsere Ergebnislisten vollständig veröffentlichen. Wie bei so vielen Events war es auch noch nötig geringfügige Änderungen am Layout der Ergebnislisten vorzunehmen, was aber recht schnell gemacht werden konnte.

Aufbau der Speaker Station beim Berglauf mit schöner Aussicht

Somit ging auch die bisher größte Veranstaltung des FH Kärnten Timing Teams dem Ende entgegen. Durch das positive Feedback des Veranstalters wurden wir auch gefragt ob wir nicht auch die Zeitnehmung beim Mythos Großglockner nächstes Jahr machen wollten. Was kann man denn da Anderes sagen als: Berg Heil!

Berg Heil

Beteiligte Personen:

  • Marijan Kezar
  • Alfred Müller
  • Christoph Uran
  • Selina Uran
  • Sebastian Vock
  • Helmut Wöllik
Advertisements

FHtiming goes motorsports

Nach langer Abwesenheit in diesem Blog habe ich mir gedacht, dass es mal wieder an der Zeit wäre, die Welt über Neuigkeiten aus dem Hause FHtiming zu informieren. Es hat sich schließlich einiges getan. In diesem Post geht es hauptsächlich um ein relativ neues Feld in dem wir uns betätigen: Die Zeitnehmung im Motorsport.

Begonnen hat das ganze vor ziemlich genau einem Jahr. Damals sind die Herren Gerd Figura und Harald Pirtscher vom 1. C.A.R. Team Ferlach auf uns zugekommen und haben gefragt, ob wir nicht Interesse hätten, bei der Fizzers Karawanken Classic einen Teil der Zeitnehmung zu übernehmen. Konkret ging es dabei um die Zeitnehmung von einigen sogenannten Timing SonderPrüfungen (TSPs). Das Interessante dabei: Es wird nicht mit RFID-Transpondern, sondern mit Lichtschranken getimed. Für uns eine Premiere. Außerdem geht es bei dieser Veranstaltung nicht darum, welches Fahrzeug einen ca. 100 bis 500 Meter langen Kurs am schnellsten absolviert, sondern darum, sich so genau wie möglich an die Vorgabezeiten zu halten an denen gewisse Messpunkte passiert werden sollen. Ebenfalls eine Neuheit für uns.

Wir machten uns also an die Vorbereitungen. Die erste Herausforderung war es, die Daten, die uns unsere Lichtschranken lieferten, in unsere eigene Zeitnehmungssoftware zu bringen. Dabei entschieden wir uns für einen mehrstufigen Prozess. Die Lichtschranken waren über lange Kabel mit einem kompakten, aber hoch präzisen Zeitmessgerät (ALGE Timy) verbunden. Dieser kommunizierte wiederum über dessen serielle Schnittstelle mit einem Notebook (ein Panasonic Toughbook, von unseren Studenten auch „Notebook mit den Raketenabschusscodes“ genannt). Auf dem Notebook lief ein von unserem Team (natürlich Alfi) geschriebenes Programm, in dem der Benutzer die Detektionen der Lichtschranke – inkl. der genauen Zeit – einer Startnummer zuordnen und diesen Datensatz über das Netzwerk an das Timing-Notebook übermitteln konnte. Von dort weg war es eigentlich „business as usual“, also nichts was wir nicht schon bei anderen Sportveranstaltungen kennengelernt hätten. (Erinnerung an mich selbst: Dieses „business as usual“ wäre eigentlich Stoff für mehrere Blog-Einträge.)

Das Feedback des Veranstalters bei der Karawanken Classic 2016 war durchwegs positiv. Wir haben unsere Feuertafe also scheinbar ganz gut gemeistert. Und die schönen Autos machten schon Lust auf mehr. Als wir dann noch vom Veranstalter das Angebot bekamen, auch den TAFRENT-Classic-Sprint im Oktober 2016 zu timen, zögerten wir nicht lange. Auch hier lief alles gut … fast war es schon Routine. Aber:

Wer rastet, der rostet.

(wie passend, bei einer Veranstaltung mit klassischen Autos)

Anfang 2017 trafen wir also wieder mit dem Veranstalter zusammen um die Karawanken Classic 2017 zu besprechen. Dabei wurde schnell klar, dass es für uns die Möglichkeit gäbe, in diesem Jahr – zusätzlich zu mehreren TSPs (siehe oben) – auch noch sogenannte Schnittprüfungen zu timen. Dies sind längere Strecken, die mit einer konstanten und vorgegebenen Geschwindigkeit gefahren werden sollen. Bei anderen Veranstaltungen werden diese Prüfungen üblicherweise mit GPS-Geräten bewertet. Allerdings ist unserer Ansicht nach GPS weder räumlich noch zeitlich genau genug für diese Aufgabe. (Noch mehr Stoff für einen weiteren Blog-Eintrag.)

Nur gut, dass wir Systeme kennen, die Objekte identifizieren und deren Detektionszeitpunkte sehr präzise feststellen können: unsere altbewährten RFID-Zeitnehmungssysteme. Anfang April machten wir also einen Test, am lebenden Objekt sozusagen. Wir statteten ein Auto mit RFID-Chip in verschiedenen Frequenzbereichen aus und testeten die Zuverlässigkeit der Systeme anhand der Detektionsrate und deren Genauigkeit mithilfe eines Lichtschrankensystems. Das Ergebnis: Unsere UHF-RFID-Systeme übertreffen GPS-basierte Ansätze im Bezug auf Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz bei Weitem.

Damit war das geklärt. Für Schnittprüfungen würden wir die Autos mit passiven UHF-RFID-Tas ausstatten und bis zu vier GPS-synchronisierte Zeitnehmungsstationen an versteckten Stellen am Straßenrand aufbauen, die dann die vorbeifahrenden Autos detektieren. Durch die Abweichungen zur Soll-Passierzeit werden dann die Strafpunkte errechnet.

Als der 18. Mai schließlich herannahte waren wir bereits top vorbereitet. Wir teilten uns in zwei Teams auf:

  • Das „Lichtschranken-Team“, das sich um die TSPs kümmerte und somit dafür zu sorgen hatte, dass die oben beschriebene mehrstufige System reibungslos funktionierte und schnell genug am einen Ort ab- und am nächsten wieder aufgebaut wurde.
  • Das „RFID-Team“, das die Schnittprüfungen durchführte und dabei einiges an Kreativität benötigte, um die Zeitnehmungsstationen und die RFID-Antennen am Straßenrand zu verstecken und die RFID-Tags an den Autos zuverlässig zu befestigen.

Insgesamt wurden an den drei Veranstaltungstagen (Prolog, Tag 1 und Tag 2) fünf TSPs, fünf Schnittprüfungen und zwei Trainings-Sessions getimed … eine Herausforderung für Mensch und Material. Abschließend betrachtet ist aber alles gut gelaufen (oder besser: gefahren) und es gab, abgesehen von teilweise mangelhafter Mobilfunkabdeckung und einem plötzlich nicht mehr funktionierenden Adapter, keine gröberen Schwierigkeiten.

An dieser Stelle vielen Dank an den Veranstalter, ganz speziell an die Herren Figura und Pirtscher, für die super Organisation dieses Events und vor Allem an unsere Studenten, die uns so zahlreich und tatkräftig unterstützten. Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen. Unten noch ein paar Impressionen des Events.

Beteiligte Personen:

  • Katarina Buzuk
  • Valentin Egger
  • Verena Egger
  • Markus Lehrbaum
  • Jasna Sinanovic
  • Lisa Steinbrugger
  • Christoph Uran
  • Sebastian Vock
  • Helmut Wöllik

 

Mo´s way to Hawaii Teil 9

Halli Hallo… und endlich melde ich mich wieder aus Hawaii zurück. Also eigentlich getrickst, weil das Rennen jetzt etwa schon eine knappe Woche zurück liegt und ich die Ereignisse erst mal sacken lassen musste ;).

Jetzt aber zum Rennen; dem Renntag der WM in Kailua-Kona: Wie bei einem Eiermann eben so üblich wurde schon um vier Uhr in der Früh aufgestanden: garstiges Amerikaner-Brot und Instantnüdelchen verdrücken, gefühlte x Mal das Häusal besuchen und zum Startbereich kutschiert werden. Beim IM auf Hawaii muss man recht zeitig am Morgen zum Startbereich eintrudeln um sich die Startnummer an die Oberarme kleben zu lassen… herrlich, jetzt kann ich den Marshalls nicht mehr entgehen ;). Nach dem Bodymarking ging es dann über den WC-Umweg in die Wechselzone um das Rad wettkampf-fit zu machen, sprich dem Reifendruck nochmals zu kontrollieren, die Riegel auf den  Rahmen kleben, Visir an den Helm picken etc. Zu meiner Freude gesellte sich recht bald eine weitere Deutsche meiner Altersklasse zu mir, mit der ich eigentlich die restliche Zeit bis zum Start vertrieben hab. Sprich auch, wie bei Frauen halt so üblich -gemeinsam zum Klo rennen. Au mann, what is los mit der Verdauung. Jetzt aber flott, sonst verpasse ich dem Start ;).

Um 7.10h Ortszeit dann der Startschuss für die Damen. Um der Massenschlägerei zu entgehen hatte ich mich recht weit hinten eingereiht (wegen der ewigen Sitzungen wäre ein anderer Platz eh nicht möglich gewesen *g*). Bis zur Wende ging alles wie geschmiert, kein Wunder, da die Strömung hinaus ging. Zurück musste dann gegen die Strömung gepaddelt werden. Zudem hatte ich irgendeine Thaiwanesin oder whatever an der Backe kleben, die es wohl recht lustig fand ohne Orientierung im Nähmaschienen-Style im Wasser ihre Energie zu verpulvern… mal links, mal rechts, mal oben, mal unten, mal quer *+?$###, mit Sicherheit die bessere Schwimmerin von uns beiden nur naja, sie hatte wohl zu viel Nudeln gegessen und musste die überschüssige Energie schon beim Schwimmen verbraten.

Irgendwie war ich heilfroh als das Schwimmen vorbei war… und NEIN! Eindeutig nicht meine Disziplin! Ich hatte es einfach als Aquarium-Sightseeing im Pazifik betrachtet; das machte die Schwimmerei erträglich. In der Wechselzone hab ich mich erst einmal mit einem Schlauch vom Salzwasser abgewaschen bevor ich mich radfein angezogen (wurde… ja! so viele Helferlein, die einen quasi durch die Wechselzone tragen ;)). Die ersten Radkilometer waren ein Genuss; bis Kilometer 100 etwa liefen die Haxn wie geschmiert, doch irgendwann wurde der Gegenwind immer stärker udn mutierte gerade zum Energiefresser. Man stelle sich vor: Mitten auf einem kerzengeraden, welligen Highway mit knapp über 40 Grad, ewig schwül, sodass man auf der Haut ein Spiegelei hätte braten können UND man kommt und kommt nicht voran. Die letzten 60 Kilometer hatten es schon in sich und ich kam mir echt vor wie ein ausgeliefertes Brathändl mit extrem krosser Haut; das Wasser, was ich mir bei den Labestationen übergoss verdampfte wie nix. ABER: Selbst schuld! Ich habs mir ja ausgesucht ;))), also muss ich durch. Und ich war bei bei weitem nicht die einzige, der es so ging;).

Endlich wieder in Kailua angekommen hatte ich den Eindruk, dass der Akku in den Beinchen endgultig leer war. In der Wechselzone zum Laufen dachte ich mir eh, dass das heute nix mehr wird… Einfach kein Saft mehr! Doch eine der gefühlten Zehnmillionen Helferchen hat mich wieder einigermaßen aufgeppäppelt: „Do you want a towel with ice on your head?“… „Yyyyyyyääääß, pleaaasssee!“. Das hat Wunder gewirkt. Endlich wurde die Birne wieder von etwa 100 Grad (*g*) runtergekühlt.

Die ersten Laufkilometer waren dann doch recht zäh und ich musste irgenwie zusehen, dass die vergeigte Energie vom Highway-rumradeln wieder aufgefüllt wurde. Also wurde an jeder Labestation immer dosiert was gefuttert, in der Hoffnung, dass damit der Marathon noch irgendwie geht. Auf Hawaii ticken die Uhren eben anders… Fehler werden da nicht verziehen. Und ich hatte beim Radfahren einfach zu wenig gegessen. Aber gut, ich will hier nicht so tun als wäre ich die einzige gewesen die irgendwie zu kämpfen gehabt hätte. Schließlich waren wir ja knappe 2300 Athleten, die alle mal hier und da mehr oder weniger WehWehchen gehabt haben.

Nach einigen Kilometern am Alii Drive ging es dann doch wieder ganz gut. Und schwups: Die Beinchen waren doch wieder willig 😉 -für die restlichen 30 Kilometer am Queen Ka’ahumanu- Highway mit Runde im Energy Lab war also vorgesorgt. Ab dem Moment wusste ich: Das schaffst du schon. Die Zeit war mir eh schon von Anfang an egal. Hauptsache gut und gesund ins Ziel kommen, soweit wie möglich Spaß an der ganzen Geschichte haben und doch noch einige Punkte für den Gesamt-Weltcup sammeln. Auf Hawaii hatte ich in meiner AK eh kein Wörtchen mitzureden, dafür bin ich echt net Viech genug und dafür sehe ich das ganze Training etc. nicht ernst genug. Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich bin echt total froh mich für Hawaii qualifiziert zu haben (wenn auch mit Altersklassen-Glück) und man muss echt gestehen, dass es ein Privileg ist bei einem solchen tollen und prestigeträchtigen Rennen starten zu dürfen. Ja, da starten zu dürfen, wo überhaupt der Triathlon entstanden ist. Aber bei allem Ehrgeiz ist für mich der Triathlon nicht der Nabel der Welt. Er gehört zwar zu einem nicht gerade  zu einem kleinen Teil zu meinem Leben dazu, aber ich bin sicher keine Athletin, die stur nach Plan trainiert, weil sie MUSS und weil ich unbedingt auf Zeiten und Plazierungen schaue. Vielmehr sehe ich im Sport den Spaßfaktor und bezeichne mich gerne als „Gefühlstrainiererin“. Sprich, ich stehe morgens auf und schaue, was mir gerade taugt… laufen, schwimmen oder radeln oder einfach mal nix (was echt sehr selten vorkommt, dafür hab ich Bewegung einfach zu gern *g*). Wenn es einen Tag dann mal gut läuft, dann bin ich eben länger unterwegs. Wenn es mal nicht so läuft; na dann laufe ich wieder zurück. Wenn das Wetter mal schlecht ist und es regnet wie aus Kübeln werde ich mich sicher nicht 5 Stunden auf das Rad setzen weil mir irgendein Plan oder irgendein Trainer sagt, dass ich MUSS. Ich MUSS gar nix! Ich mach es weil ich will/möchte und weil es mir -wie gesagt Spaß macht.

Und gerade mit diesem Hintergrund war ich einfach so überglücklich und hab gegrinst wie ein Strahlemann (Entschuldigung, natürlich Strahle-FRAU), als ich für die letzten zwei Kilometer vom Queen K.-Highway nach Kailua in Richtung Finishline getapselt bin. Ich muss echt gestehen, dass ich die latzen paar hundert Meter Tränen in den Augen gehabt habe -einfach, weil ich das alles mit meinen Möglichkeiten so geschafft hatte, wie ich es geschafft habe. ABER das „alles“ wäre ohne die Hilfe der extrem hilfsbereiten Helfer nicht möglich gewesen. Man muss sich mal überlegen, dass die den ganzen Tag am Streckenrad stehen und dich aufmuntern, versorgen, gut zureden etc… Mir war es während dem Rennen (und auch danach) sehr wichtig mich bei jedem für deren Einsatz zu bedanken. Ein ganz großer Dank geht natürlich auch an die FH Kärnten mit HW und seinem Team für die tatkräftige Unterstützung. Ohne euch wäre das ganze Unternehmen Hawaii nicht SO möglich gewesen!  Vielen Dank auch an meine zwei Begleiter: Chris und meine Ma… Ihr seitz echt die besten Anfeuerer und Muntermacher ;). Ihr zwei habt mir die Zeit auf Hawaii echt zu einem Super-Urlaub gemacht!

JA! Das war es dann von mir mit dem Abenteuer „Hawaii“. Es war echt eine tolle Zeit und ein Moment, den ich nie vergessen werde. Die heurige Saison ist also somit für mich abgeschlossen und jetzt wird dem Körper auch mal seine wohlverdiente Wettkampf-Pause gegönnt. Nächstes Jahr fängt dann eh wieder das nächste Kapitel an 😉 (nein! ich kann es einfach nicht lassen, dafür ist der Funfaktor zu groß;))

 

Ganz liebe Grüße,

Mo

Mo’s way to Hawaii Teil 8


Aloha liebe Blogleser!

… Hoppala, es ist ja schon Freitag Abend. Wie die Zeit hier vergeht ist ja schon fast pervers!

Gestern (Donnerstag) gegen 18h bin ich mit einigen anderen Athleten zum E Komo Mai Banquet, auf gut deutsch einfach „Pasta Party“ gegangen. In Anbetracht dessen, dass der ganze Spaß für außenstehende Personen 55 Dollar gekostet hätte bin ich eben ohne Chris und meiner Ma hin und hab endlich wieder was Fleischiges zwischen die Kiemen bekommen :-P.
Das „Banquet“ an sich war sonst ganz nett: hier und da hawaiianische Tänze, Vorstellung von einigen Topathleten etc…

Um 21h ging dann eh schon der Shuttle zurück zur Unterkunft etwas außerhalb von Kailua am Alii Drive. Hundemüde wurde dann eh schon bald einmal geschlummert B-).

Heute musste ich mein Rad unbedingt nochmal abchecken lassen. Scheinbar findet des Bike es ziemlich lustig mich beim bergauf fahren anzuknacken und rumzuklicken. Also: ab zum Argon 18 Stand und schwups… Da funzt die Gurke wieder UND man bekommt schon wieder ein Gratis-Shirt, weil man deren Material fährt… So lässt es sich leben! Ich glaub in Sachen T-Shirt, Badekappen, Visoren and so on hab ich echt ausgesorgt.

Jetzt bin ich grad einfach nur froh eingecheckt zu haben und den ganzen Trubel hinter mich zu haben.. Für heute! Vorerst!

Ich hoffe echt, dass ich nix vergessen hab in die Wechselbeutel zu stopfen… Leider ist es hier auf Hawaii nämlich komischerweise so, dass man am Rennnmorgen zwar nochmal ohne Probleme ans Bike, aber nicht mehr so leicht an die Wechselbeutel kommt.

Der Plan heute schaut dann noch wie folgt aus: Pasta, Pasta und hoffentlich schlafen wie ein Murmeltier :-)… Morgen wird tough enough 😛

Mo’s way to Hawaii Teil 7

Irgendwie hat man den Eindruck dass die Tage wie im Flug vergehen… Bisher waren Chris, meine Mama und ich jeden Tag um 7 in der Früh zum schwimmen am Pier unterwegs… Der restliche Tag weiß ich dann auch nicht wo er liegen geblieben ist 😛 … Irgendwas zwischen kurzen Radausfahrten auf dem Highway :-), rumdösen, ganz kurzen Laufeinheiten (das Laufen vermeide ich lieber die letzten Tage vor dem Rennen um für Samstag noch schön knusprig zu sein) und futtern. Letzteres besteht vor allem aus importiertem Trockenfutter (lecker, lecker Milupa Babybrei), garstigen Instantnudeln und Subway… Jaja, die guten Bedienungen da kennen uns drei Haudegen wohl schon ganz gut B-).

Heute hab ich mich gleich nach dem Schwimmen am Morgen registriert und die Expo um einige Energieriegel ärmer gemacht… Natürlich nur Gratisproben ;-). Schon krass, was es Neues am Energiegel und -riegel-Markt gibt… Geschmacksrichtung PIZZA MARGERITHA?!? What? Ja genau, richtig gehört. Ich hab ja auch grad beim Rennen kurz vorm Brechen grad echt Lust auf eine leckere Margeritha in Matschepampen-Form :-D. Egal: natürlich wurde probiert, logischerweise für echt eklig empfunden und zu guter Letzt dem Mülleimer überlassen. Bah! Aber das nur so nebenbei.

Im großen und ganzen muss ich sagen, dass ich eigentlich erstaunlicherweise echt total relaxt bin… noch null aufgeregt oder ähnliches :-). Wichtig ist, dass derweil die Form passt!
Auf jeden Fall freue ich mich schon riesig auf Samstag 🙂 🙂 🙂

Mo’s way to Hawaii Teil 6

Soda, und endlich geht auch das Internet im Appartement auf Hawaii, sodass ich auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben kann :-).

Die letzten Tage vor der Abfahrt bzw. dem Abflug nach Kona waren dann noch extrem stressig: viel Arbeit, wenig Erholung, wenig Zeit sich irgendwie möglich auf die Reise vorzubereiten. Doch dann war es endlich soweit… Die sieben Sachen wurden gepackt (yeahhh… kurze Schlabberhosen, Sonnenbrille, Sonnencreme und Hoppla! Das Rad bloß nicht vergessen ;-)), der Smile wurde aufgesetzt und los geht’s. Erst mal mit dem Zug nach Frankfurt. Im ach so gemütlichen ICE wurde dann mein Smile zunächst zerstört… Mit dem ganzen Geraffel war es echt nicht easy! Aber was solls… Es geht ja ab nach Big Island… Jipiiii ya Yeah!

Von Frankfurt ging es dann mit dem Flieger zunächst über London nach L.A. und dann nach Kona. Total platt wurden wir (wir… das sind meine Begleitungen -Chris, meine bessere Hälfte und meine Mama -mein treuester Fan 😉 und ich dann auch noch) total herzig von Daniel und Stefan mit Orchideen am Flughafen empfangen und zum Appartement kutschiert. Angekommen wurde zunächst mal geschlafen um am nächsten Tag einigermaßen munter zum Pier zu gehen. Ja, jeden Morgen kann man um 7h zum Pier um mehr oder weniger zu schwimmen. Absolut herrlich: man denkt man schwimmt im Aquarium!  Da könnte sogar ein Landreptil wie ich zur Wassernichse werden :-P.

Hawaii ist echt eine ganz andere Welt! Unglaublich wie amerikanisch Amerika auch ist: je höher und breiter der PickUp umso besser, Cola SuperSize zum Spottpreis und Gemüse scheint ein neu erfundenes Fremdwort zu sein B-).

Gestern, am Samstag wurden wir dann mit dem Truck nach Hawi gefahren um 90km auf der Original Strecke one way zu fahren: das war auch mal eine Erfahrung auf dem Seitenstreifen vom Highway mit dem Bike rumzugurken :-). Landschaftlich war die Strecke aber recht interessant… Wo es in Hawi noch einigermaßen grün ist wird es Richtung Kona immer rauer, man fährt durch Lavafelder etc… Wobei die Lava nicht ganz so imposant ist wie die schwarzen Landstriche auf Lanzarote.

Das ist dann mal mein erster Eindruck aus Kailua. Bis dann…

Mo’s way to Hawaii Teil 5

 

Da melde ich mich auch mal wieder nach halbwegs überstandener Kehlkopfentzündung (alias Papageiplapperei) -und was sonst noch alles über mich hinwegrollen wollte- zurück. Na, jetzt mal im Ernst… mein auch so tolles Immunsystem fand es wohl ziemlich lustig in der Zeit alles an Krankheiten herzlichst aufzunehmen, was so am herumflattern war. Aber das ist ja jetzt zum Glück mehr oder weniger PASSÉ.

In den vergangenen zwei Wochen ist gar nicht einmal so wenig passiert: So konnte ich wieder mein Training mit etwas mehr Struktur angehen und sonst auch wieder einigermaßen fit durch den Alltag tingeln, obwohl ich zugeben muss, dass mich die ganze Sache doch recht geschlaucht hat und ich bis dato noch weit von meiner Topform entfernt bin. Die ewige aufs-Häuschen-Rennerei zehrt dann schon ;).

Neben den „normalen“ Trainingseinheiten“, sprich radeln und laufen (jaja, ich bin nachlässig im Schwimmen, wie immer… leidiges Thema (*g*), aber ich will echt nicht nochmal Tag der offenen Tür für alle Bazillen der Welt spielen). Endlich konnte ich auch wieder nette Runden mit dem Wettkampfradl drehen ;))… des is scho nett auf dem Flitzer durch die Gegend zu gurken; und das auch noch stilecht mit Lederhosn-Trikot.

Nett ist auch, wenn man dann knackige Trainingseinheiten mit Genüsslichem kombinieren kann, was soviel heißt, dass ich endlich mal an einem echt total schönen Tag mit herrlicher Weitsicht meinen Tandemflug-Gutschein, den ich damals von Chris zum Geburtstag bekommen hatte einlösen konnte. Also sind wir zu zweit zuerst die Streifrennstrecke zum Hahnenkamm raufgelaufen und dann mit dem Gleitschirm wieder nach Kitz gesegelt. Mein Freund ist dabei Solo mit seinem Schirm hinterhergeflogen, da er selbst keine Tandemlizenz hat. Allerdings hat er mir einen super Piloten vermittelt ;). Nene, das war schon nett Kitz mal von oben zu sehen, allerdings war man viel zu schnell wieder unten… dabei war das raufjoggen ja schon soooo lang;))).

Mo’s way to Hawaii Teil 4

Naja, wo soll ich dieses Mal mit dem Blog anfangen? Leider war ich recht viel am vor-mich-her-kränkeln… demnach war nicht recht viel mit strukturiertem Training.

Ich denke, dass die „Quelle allen Übels“ -wenn man es denn so nennen mag- wohl darin liegt, dass ich nach meiner Halbdistanz am Walchsee total überhitzt und verschwitzt in den (eis)kalten See gehüpft bin, da ich keine Duschen gefunden hab und das nach-dem-Rennen-in den-See-springen während des heißen Sommers bei mir mittlerweile schon Tradition geworden ist. Leider hatte nach den Regenfällen in den Tagen zuvor das Wasser etwas abgekühlt;(… für eine Frostbeule wie mich nicht so der Kracher!

Sprich: Die zwei folgenden Wochen war ich nicht wirklich in Form. Was nicht heißt, dass ich im Bett rumliegen musste, aber trotzdem musste ich eine Zeit lang Antibiotikum und noch andere Unheiligkeiten schlucken… Ach ja! Herrlich so eine Kehlkopf- und Atemwegsentzündung! Vor allem, dass man zurest gar nicht reden kann und dann klingt wie eine zerstörte Quietscheente. Boah! Dass es so anstrengend sein kann einen Ton rauszubekommen hätte ich mir nie gedacht.

Ich denke mir aber, dass so eine „Zwangspause“ dem Körper sicher keinen Abbruch gemacht haben kann. Nun ja… der Zeitpunkt hätte vielleicht ein anderer sein können. Aber gut, ich habe dennoch das Beste draus gemacht: Hin und wieder eine lockere Lauf- oder Rad- (Ergometer)einheit oder eben -wie es die Fotos zeigen- improvisiertes Fitnesstraining in der Küche mit dem was man gerade so in der Speisekammer findet; und nein! Das Bier trinke ich nicht;), das gehört meinem Freund! Anschließendes Chillen auf der Hängematte wollte dann auch gemacht werden (nennt man ja aktive Regeneration soweit ich weiß ;-)).

Schwimmen kam partout nicht in die Tüte! Da wollte ich nichts riskieren. De facto habe ich also grad ein bisschen weniger fürs schwimmen getan als ohnehin üblich (*g*)… ich weiß ja: Der Wasserteil vom Rennen ist bei weitem mein absolutes Manko. Aber mal ehrlich: Jetzt hatte ich wirklich eine gute Ausrede gerade das schwimmen nicht zu trainieren.

 

Mo’s way to Hawaii Teil 3

Kaum zu glauben, dass das super Wetter so lange anhält, und das sogar in Nordtirol 😉 !?! Für das Training ist das Wetter ja mehr als perfekt… Die knappen 40 Grad sind zudem eine ganz gute „Pre-Wetter-Anpassung“ für die Insel – da irgendwo im Pazifik.

Ab und zu verbringe ich einen freien Abend damit mich schon mal schlau zu machen, was mich denn auf Kona so alles erwarten wird. Also das, was den Wettkampf selbst angeht, sprich allerlei Erfahrungsberichte, das Trainingsangebot von OceanandSports (Anmerkung: Veranstalter über den meine Reise gebucht wurde). Dann aber auch, was Kona selbst, den Alii Drive und das gebuchte Hotel für uns bereit hält… Uns, das heißt dann auch noch meine beiden Begleitpersonen; mein Freund Chris und meine Mama. Es scheint ja wirklich eine ganz andere Welt zu sein da draußen. Viel weiter als Lanzarote bin ich ja noch nie gekommen. Tja, der Ironman macht mich echt noch zum Weltenbummler (*g*).

Gestern absolvierte ich dann auch noch einen Trainingswettkampf über die Halbdistanz am Walchsee… Praktisch für mich, weil der Veranstaltungsort gerade auf der anderen Seite vom Wilden Kaiser liegt – keine Autostunde entfernt. Bei schönstem Sommerwetter wurde also wieder geschwommen, geradelt und zu guter Letzt gelaufen. Und das in einer echt bemerkenswerten Kulisse: Die beiden Radrunden waren recht kupiert und führten meist über kleine Almwege durch kleine Dörfer und Bauernhofe, wobei die Dörfer kaum größer waren als die Bauernhöfe 😉 . Am Streckenrad standen dann allerlei Einheimische und feuerten mit lautstarkem Kuhgebimmel an… echt urig! Gefahren bin ich aus Jux mit dem Trainingsbike… es macht einfach Spaß damit Leute mit Aerohelm und dem total letzten Schrei was das sonstige Material angeht zu überholen… ich bin echt fies … manchmal. Das Rennen selbst habe ich von Anfang bis Ende genossen… Trainingswettkampf eben, ohne Druck und ohne viel Gas zu geben. De facto bin ich mit knapp über 5,5h als sechste Frau von 17 in der Elite1-Klasse ins Ziel gekommen. Für die doch recht anspruchsvolle Strecke und dafür, dass ich nicht wirklich Mitteldistanzlerin bin, bin ich mit dem Ergebnis echt happy.

Jetzt wars das mit den Vorbereitungswettkämpfen… Das nächste Rennen ist dann endgültig Kona am 10.10! (*g*)

Wenn Kärnten läuft und das Netzwerk standhaft bleibt …

Große Sportevents wie Kärnten Läuft an diesem Wochenende sind etwas ganz Besonders. Die Atmosphäre wenn hunderte oder gar tausende Zuschauer „ihre“ Athleten anfeuern und mit ihnen mitfiebern … Die Spannung vor dem Eintreffen der ersten (und natürlich auch der letzten) Finisher … Die mit den Athleten geteilte Freude, die man als Zuschauer verspürt … Die Freude in den Augen der Organisatoren wenn alles funktioniert hat. FALLS alles funktioniert hat …

Die Netzwerktechnik spielt eine nicht unwichtige Rolle im Erfolg einer solchen Großveranstaltung. Ohne einer stabilen Internetverbindung beispielsweise kann an das Posten von Ergebnissen in Echtzeit oder an den bargeldlosen Verkauf von Merchandising-Artikeln nicht einmal ansatzweise gedacht werden. Ein Laie würde sich jetzt wahrscheinlich denken: „Wir haben ja ein super ausgebautes Mobilfunknetz von A1, T-Mobile und Co. Warum verwenden wir nicht einfach das und sparen uns den ganzen Aufwand für das Aufbauen eines eigenen Netzwerkes, das gerade mal ein paar Tage steht und dann wieder abgebaut werden muss?“ Die kurze Antwort: Weil ihr (Veranstalter, Verkäufer, Zeitnehmer, …) damit keine Freude haben werdet. Die lange Antwort: Hmmm, dazu muss ich etwas ausholen …

Jede Mobilfunkzelle (egal ob GSM, UMTS, WLAN, WiMAX oder sonst etwas) ist für eine gewisse Anzahl gleichzeitig verbundener Endgeräte ausgelegt. Wie viele Endgeräte gleichzeitig bedient werden können, hängt unter anderem von der Anbindung und der verwenden Hardware ab. Errichter und Betreiber von Mobilfunknetzen geben Unsummen für Software aus, die eine möglichst effiziente Verwendung der gegebenen Ressourcen berechnet – und ein Vielfaches davon für die Entlohnung der Mitarbeiter, die die Software verwenden. Da liegt es auf der Hand, dass es sich für die Betreiber wirtschaftlich gesehen nicht rechnet, für ein Event, das einmal im Jahr stattfindet, das ganze Jahr die zehnfachen Ressourcen einzuplanen. Oft wird bei Firmen wie T-Mobile oder A1 mit sogenannten mobilen BTSen (also mit auf LKWs montieren Sendemasten) gearbeitet. Aber auch das ist ein wirtschaftliches Verlustgeschäft. Es bleibt also nur mehr die Möglichkeit, eine zuverlässige und garantierte kabelgebundene Internetverbindung selbst nach den eigenen Vorstellungen zu verteilen. Und genau da kommen wir als Netzwerktechniker ins Spiel.

Unsere Vorbereitungen auf die Veranstaltung beginnen in der Regel schon mehrere Monate davor. Schließlich sollten wir dem Internetprovider eine angemessene Vorlaufzeit geben um die Internetleitung(en) einzurichten. Bis ungefähr ein bis zwei Wochen vor dem großen Tag geht es noch recht ruhig zu. Da haben wir Zeit für die Koordination mit dem Veranstalter, andere Veranstaltungen, aber auch für Zeitnehmung, Forschung, Lehre und andere Projekte. Ruhig ist also relativ. Irgendwann sollte man aber damit beginnen, alle benötigten Netzwerkkomponenten vorzubereiten und zu konfigurieren. Dabei ist ein Grundsatz ganz besonders wichtig: Immer einen Plan B zur Hand haben. Es gilt nämlich folgendes Naturgesetz:

Es kann niemals ein Event geben, das komplett nach Plan läuft! [Erfahrung-Erfahrung-Erfahrung]

(Wir arbeiten meistens mit einer gut abgestimmten und bewährten Kombination aus Kabel, Richtfunk und kleinen WLAN-Zugriffs-Zellen. Auf die genaue Architektur werden wir aber erst in den nächsten Posts genauer eingehen.)

Wenn die ganzen Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden das Equipment und die Mitarbeiter fein säuberlich in ein bis mehrere Auto(s) gestapelt und zum Event-Gelände verfrachtet. Dort angekommen beginnen wir als erstes damit, den Veranstalter mit Internet auszustatten. Danach geht es in der Regel mit den Verkäufern im Expo-Bereich, den Medien und dem Zeitnehmer weiter. Meistens will der Veranstalter auch ein freies WLAN für die Zuschauer haben, welches auch aufgebaut werden muss. Und über all diese Anforderungen wissen wir im Idealfall bereits vor dem Veranstalter bescheid. Dann und nur dann sieht man nämlich die Freude in den Augen der Organisatoren.

Das Aufrechterhalten des Netzwerks während der Veranstaltung ist nervenaufreibend und das Abbauen nach der Veranstaltung ist kräftezehrend, aber zu diesem Zeitpunkt ist das Schlimmste (hoffentlich) bereits überstanden. Ganz anders als bei der Zeitnehmung. Aber das ist Stoff für eine andere Geschichte und für einen anderen Post.